Terra Solid 365

Mein Account

Dienstleistung Terra Solid 2026

Wasserbau und Naturgefahren – eine zukunftsweisende Vertiefungsrichtung im Bachelor Bauingenieurwesen

Die Hochschule Luzern bietet seit 2023 die Vertiefungsrichtung Wasserbau und Naturgefahren an. Was Studierende dort lernen und warum diese gefragt ist, erfahren Sie im Artikel.

Hochschule Luzern - Technik & Architektur
Horw, Schweiz

Neubau, Erweiterung, Unterhalt und Erneuerung unserer Infrastruktur gehören zu den zentralen Herausforderungen der Zukunft. Wasserversorgungs- und Kanalisationsnetze, Fliessgewässer, Verkehrsinfrastrukturen sowie der Schutz von Siedlungsräumen und Mobilitätskorridoren vor Naturgefahren stehen zunehmend im Spannungsfeld von Klimawandel, wachsender Nutzung und begrenzter Ressourcen. Bauingenieurinnen und Bauingenieure mit fundierten Kompetenzen im Wasserbau und im Naturgefahrenbereich leisten hierbei einen entscheidenden Beitrag für Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft.

Vor diesem Hintergrund hat das Institut für Bauingenieurwesen (IBI) der Hochschule Luzern im Studiengang Bauingenieurwesen die Vertiefungsrichtung Wasserbau und Naturgefahren grundlegend aktualisiert und 2023 neu gestartet. Die neu strukturierte Vertiefung trägt den aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Praxis Rechnung und verbindet ingenieurtechnische Grundlagen mit anwendungsorientierten und interdisziplinären Fragestellungen.

Infrastruktur und Sicherheit als gesellschaftliche Aufgabe

In der Schweiz sind über 71’000 km Strassen, ein rund 60’000 km langes öffentliches Kanalisationsnetz und etwa 65’500 km Fliessgewässer in Betrieb. Zusätzlich sorgen rund 59’000 km Trinkwasserleitungen dafür, dass Bevölkerung und Wirtschaft jederzeit zuverlässig mit Wasser versorgt werden. Diese Infrastrukturen sind nicht nur zu planen, zu bauen und zu unterhalten, sondern auch gegenüber Naturgefahren wie Steinschlag, Hochwasser, Rutschungen oder Murgängen zu sichern.

Die Erneuerung bestehender Anlagen sowie die Planung neuer Infrastrukturen unter Berücksichtigung von Sicherheit, Nachhaltigkeit und Klimaanpassung haben daher eine zentrale Bedeutung. Genau hier setzt die Vertiefungsrichtung Wasserbau und Naturgefahren an.

 

Studienaufbau und inhaltliche Ausrichtung

Das Bachelorstudium Bauingenieurwesen an der Hochschule Luzern vermittelt im ersten Studienjahr die wesentlichen Grundlagen des Fachs, darunter Baustatik, Hydraulik, Bodenmechanik und weitere ingenieurwissenschaftliche Basiskompetenzen. Ab dem zweiten Studienjahr wählen die Studierenden eine von drei Vertiefungsrichtungen: Konstruktion und Tragwerk, Wasserbau und Naturgefahren oder die schweizweit einzigartige Vertiefung Gebäudehülle.

Die Vertiefungsrichtung Wasserbau und Naturgefahren fokussiert auf die Planung, Bemessung und Gestaltung wasserbaulicher Anlagen sowie auf Massnahmen zum Schutz vor Naturgefahren. Die neu konzipierten Inhalte stärken insbesondere die Verknüpfung von Infrastrukturbau mit dem integralen Risikomanagement von Naturgefahren.

 

Praxisnähe und berufliche Perspektiven

Absolventinnen und Absolventen dieser Vertiefungsrichtung erwerben die notwendigen Kompetenzen, um in der Projektierung und Umsetzung von Projekten im Siedlungswasserbau, in der Wasserversorgung, im Hochwasserschutz an Fliessgewässern sowie im Infrastrukturbau mitzuwirken. Sie verfügen über vertiefte Kenntnisse in der Analyse von Naturgefahren, der Bemessung technischer Schutzmassnahmen sowie der Entwicklung nachhaltiger und raumverträglicher Lösungen.

Dank der engen Verknüpfung von Theorie und Praxis, aktueller Forschungsbezüge und der Zusammenarbeit mit Praxispartnern sind die Absolventinnen und Absolventen optimal auf Tätigkeiten in Ingenieurbüros, bei Behörden oder in interdisziplinären Planungs- und Projektteams vorbereitet.

Mit der Vertiefungsrichtung Wasserbau und Naturgefahren positioniert sich die Hochschule Luzern als Ausbildungsstätte für Bauingenieurinnen und Bauingenieure, die die Herausforderungen höherer Sicherheitsansprüche der Gesellschaft und des Klimawandels, aktiv, kompetent und verantwortungsvoll mitgestalten wollen.

Ihre Kontaktperson

Nicole Gemperli

Nicole Gemperli

Institut für Bauingenieurwesen

Applaudieren – bis zu zehnmal

0

Beitrag teilen

Zugehörige Themengebiete (2)

Öffentlicher Applaus von Mitgliedern