Sicherheit an der Simmenfluh: Felsüberwachung, Felssicherungen und gezielte Sprengung verhindern grössere Abbrüche
Mit flächendeckender Überwachung entdeckten wir ein instabiles Felspaket, das sich vom Fels gelöst hatte. Dank vertiefter Analyse und gezielter Sprengung konnte die Gefahr rechtzeitig beseitigt und die wichtige Infrastruktur im Tal geschützt werden.
Bei der Simmenfluh herrscht eine erhöhte Stein- und Blockschlagaktivität. Daher bestehen ergänzend zum Schutzwald viele bauliche Schutzmassnahmen, Steinschlagschutznetze und Palisaden, die die Kantonsstrasse, die Nationalstrasse aber auch das Stauwehr und die Infrastruktur der BKW vor kleineren Abbrüchen schützen.
Um drohende grössere Abbrüche frühzeitig zu erkennen, wird die gesamte Felswand messtechnisch überwacht. Mit regelmässigen flächendeckenden Radar-Scanaufnahmen konnte ein Felspaket von über 100 m3 erkannt werden, welches sich grösstenteils vom festen Felsverband abgelöst hat und stufenweise auf einer steilen Gleitfläche abrutschte. Das instabile Paket wurde mit Hilfe genauer Auswertungen der Messungen und Feldbegehungen abgegrenzt. Die Ergebnisse der Gefährdungs- und Risikoanalyse führten zum Schluss, dass Sicherungsmassnahmen notwendig sind.
In einem Massnahmen-Variantenstudium, bei dem auch insbesondere das Risiko für die Arbeiten vor Ort berücksichtigt wurde, erwies sich die Behebung des Gefahrenpotenzials mittels Sicherheitssprengung als Bestvariante. In der Folge wurde das Felspaket sprengtechnisch abgetragen. Die verbleibenden zu erwartenden Abbrüche sind in der Grössenordnung, die in der gesamten Felswand möglich sind und im Transitbereich sowie von den bestehenden baulichen Massnahmen aufgehalten werden können.
Auftraggeber: TBA Kanton Bern, ASTRA